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WEISS Chemie + Technik, das Regierungspräsidium Gießen und EUROPE DIRECT Gießen bringen Wirtschaft und Institutionen zum Austausch über Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und Zukunftsperspektiven zusammen.
Haiger, 22. Oktober 2026. Wie können mittelständische Unternehmen ihre Zukunft gestalten und auch unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen wettbewerbsfähig bleiben? Diese Frage stand im Mittelpunkt der Veranstaltung „Handwerk trifft Hightech – Transformation im Mittelstand“ am 21. Oktober bei WEISS Chemie + Technik in Haiger. Gemeinsam mit dem Regierungspräsidium Gießen und EUROPE DIRECT Gießen hatte das Unternehmen zum Austausch über technologische Entwicklungen, unternehmerische Veränderungen und die Bedeutung verlässlicher Rahmenbedingungen eingeladen.
Der Veranstaltungsort gab dem Thema einen unmittelbaren Bezug zur Praxis: Mitten im Werk, zwischen Maschinen und Produktionsanlagen, ging es darum, wie Veränderung im betrieblichen Alltag gelingt. Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Automatisierung eröffnen neue Möglichkeiten. Damit daraus wirtschaftlicher Nutzen entsteht, braucht es jedoch klare Ziele, tragfähige Investitionsentscheidungen und Beschäftigte, die Veränderungen mitgestalten.
211 Jahre Unternehmensgeschichte als Antrieb für Neues
Für WEISS ist die Bereitschaft zur Veränderung seit 211 Jahren Teil der Unternehmensentwicklung. Bewährtes Wissen mit neuen Technologien und Marktanforderungen zu verbinden, bleibt auch heute eine zentrale unternehmerische Aufgabe. Trotz internationaler Krisen und wirtschaftlicher Unsicherheiten setzt das Unternehmen dabei auf Erfindergeist, Investitionsbereitschaft und den Mut, neue Wege zu gehen.
„Wir müssen jetzt anfangen“, betonte Christian Dölle, CEO von WEISS. Seine Botschaft: Die Zukunftsfähigkeit des Mittelstands entsteht durch konkrete Entscheidungen und die Bereitschaft, Veränderungen aktiv anzugehen.
Von technologischen Möglichkeiten zur betrieblichen Umsetzung
In der Podiumsdiskussion beleuchteten Christian Dölle, Dr. Claudia Conen, Dr.-Ing. Carsten Ott und Lisa Schäfer die Transformation aus unterschiedlichen Perspektiven. Im Mittelpunkt standen die Herausforderungen mittelständischer Unternehmen ebenso wie die Chancen durch Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Industrie 4.0.
Dabei ging es insbesondere um den Weg von einer technologischen Idee zur wirtschaftlich sinnvollen Anwendung: Wo bieten neue Technologien bereits einen messbaren Mehrwert? Wie können Unternehmen geeignete Projekte auswählen und Investitionen bewerten? Und wie lassen sich Beschäftigte frühzeitig einbeziehen, damit neue Prozesse im Arbeitsalltag erfolgreich umgesetzt werden?
Auch die Frage nach einem passenden Einstieg spielte eine wichtige Rolle. Gerade bei begrenzten personellen und finanziellen Ressourcen kommt es darauf an, Prioritäten zu setzen und Vorhaben in überschaubaren Schritten anzugehen. Kooperationen mit Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Technologieanbietern sowie regionale Beratungs- und Netzwerkangebote können dabei unterstützen.
Wettbewerbsfähigkeit braucht Widerstandsfähigkeit und verlässliche Partner
Ein weiterer Schwerpunkt war die Widerstandsfähigkeit mittelständischer Unternehmen. Fachkräftebedarf, Energiepreise, bürokratische Anforderungen und Investitionskosten stellen viele Betriebe gleichzeitig vor anspruchsvolle Aufgaben. Hinzu kommen internationale Wettbewerbsbedingungen und Risiken in den Lieferketten. Die Diskussion griff auf, wie Unternehmen ihre Handlungsfähigkeit stärken und zugleich wirtschaftlich arbeiten können. Dazu gehören die Prüfung und Weiterentwicklung von Lieferketten ebenso wie der gezielte Einsatz digitaler Informationen, um Risiken früher zu erkennen und Entscheidungen fundierter zu treffen. Transformation erfordert darüber hinaus ein enges Zusammenspiel von Unternehmen, Wissenschaft, Politik und Verwaltung. Von der Stadt Haiger über den Lahn-Dill-Kreis und das Land Hessen bis zur Bundesrepublik Deutschland und zur Europäischen Union werden auf unterschiedlichen Ebenen Rahmenbedingungen für unternehmerische Entwicklung gestaltet. Partner wie Hessen Trade & Invest und die IHK Lahn-Dill bieten zudem wichtige Zugänge zu Beratung, Vernetzung und Innovationsförderung.
Europäische Perspektiven und konkrete nächste Schritte
Die europäische Dimension zog sich als weiterer Themenstrang durch die Veranstaltung. Im Fokus standen die Bedeutung eines innovativen und wettbewerbsfähigen Mittelstands für Europa sowie die Frage, welche Rahmenbedingungen Unternehmen für ihre weitere Entwicklung benötigen. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion stellte Dr. Claudia Conen europäische Fördermöglichkeiten und Ansatzpunkte für Unternehmen vor, die eigene Vorhaben auf den Weg bringen möchten.
Die Veranstaltung bot damit Raum für grundsätzliche Zukunftsfragen und konkrete betriebliche Überlegungen. Für WEISS knüpft dieser Austausch an die eigene Unternehmensgeschichte an: 211 Jahre Erfahrung bilden eine starke Grundlage, um neue Entwicklungen aufzugreifen und die nächsten Schritte mit Zuversicht zu gestalten.
WEISS dankt dem Regierungspräsidium Gießen und EUROPE DIRECT Gießen für die gemeinsame Organisation sowie allen Mitwirkenden und Gästen für ihre Beiträge und den offenen Austausch.